Tipps zum Schutz vor Betrug
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Tipps zum Schutz vor Betrug Erweitern / Minimieren
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verfasst 11.09.2007 08:23:14


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Gruppe: Administratoren
Letztes Login: 26.11.2014 08:25:54
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Einen 100%tigen Schutz gibt es leider nicht. Man kann das Risiko aber minimieren. Unter Beachtung der folgenden Hinweise wären die meisten der bisher bekannt gewordenen Betrugsfälle zu Verhindern gewesen. Ich z.B. würde wie folgt vorgehen bzw. auf Folgendes achten:

  1. Vorsicht bei Bezahlung per Scheck:
    AUF KEINEN FALL sollte man etwas ins Ausland verschicken oder abholen lassen, wenn man nicht vorher den vereinbarten Kaufpreis erhalten hat - und damit meine ich EUROS wirklich in der Hand haben! Es hat immer mal wieder Fälle gegeben, wo angebliche Kaufinteressenten (in der Regel aus dem Ausland) per Scheck bezahlen wollen. Dabei sollte man nicht vergessen: Schecks können platzen! Leider sind Schecks manchmal nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt werden...
     
  2. Bezahlung CASH - aber in Dollar?
    Vorsicht ist auch geboten, wenn jemand zwar CASH, aber in Fremdwährung (z.B. Dollar) bezahlen will. Hier ist das Falschgeldrisiko einfach viel zu hoch...
     
  3. Ungewöhnlich niedrige Preise sollten skeptisch machen:
    Geiz ist geil! Die Gier nach dem Schnäppchen lässt leider manchmal auch den Verstand aussetzen. Man sollte sich immer Fragen „WARUM ist das so günstig? WARUM verschenkt der andere freiwillig ein paar hundert Euro?“. Besser mal ein Schnäppchen verpassen, als viel Geld an einen Abzocker zu verlieren…
     
  4. Betrüger machen häufig Druck:
    „Du musst Dich schnell entscheiden, denn ich haben noch einen anderen Interessenten für das Teil“. Betrüger mögen es oft nicht, wenn man in Ruhe über den Kauf nachdenkt. Man könnte ihnen dann ja auf die Schliche kommen… Also wird oft Druck gemacht und auf einen schnellen Abschluss gedrängt. Das funktioniert leider auch sehr häufig – der Schnäppchenjägertrieb lässt grüßen…
     
  5. Betrüger geben häufig falsche Namen und Anschriften an:
    Nach einer Festnetztelefonnummer fragen, anrufen und so prüfen, ob die Nummer korrekt ist. Dann kann man über Telefonbuch (=> www.telefonbuch.de) oder über eine Rufnummernidentifizierung (wenn man eine hat…) prüfen, ob die Angaben stimmen.
     
  6. Betrüger verwenden häufig „Wegwerfmailadressen“ von Freemail-Providern:
    Im Zeitalter, wo eine .de Domain vielleicht noch einen Euro im Monat kostet, sollte eigentlich jeder eine eigene Domain mit persönlicher Mailadresse haben. Das wirkt seriöser und hat ohne Frage auch viele Vorteile. Ich persönlich würde heute mit keinem ein Geschäft abwickeln, der nur eine web.de, aol.com, freenet.de, gmx.de, gmail.de, yahoo.de / yahoo.com Mailadresse oder ähnliches hat. Bei z.B. T-Online.de oder auch Arcor.de hätte ich hingegen weniger Bedenken.
     
  7. Vorsicht bei Kontakten aus dem Ausland:
    Ohne Frage ist Modellbau-Kleinanzeigen.de alt bewährt und unter Modellbauern recht bekannt – im deutschsprachigen Raum. Aber warum sollte jemand, der kaum Deutsch spricht und z.B. irgendwo in Brasilien sitzt ausgerechnet über unsere Seite Kontakte suchen? Da gibt es sicher genug englische oder spanische Seiten, die besser geeignet sind…
     
  8. Niemals Geld ins Ausland überweisen:
    Der Empfänger ist juristisch aller Erfahrung nach praktisch nicht greifbar – und weiss das in aller Regel auch… Mir persönlich wäre das Risiko ganz einfach zu groß.
     
  9. Besser Versand per Nachname vereinbaren:
    Das kostet zwar ein paar Euro mehr – hier muss der Betrüger sich dann aber zumindest die Mühe machen, ein Paket in passender Größe & Gewicht auf die Reise zu bringen. Sind dann Backsteine im Paket, kann man immer noch versuchen (!), durch eine einstweilige Verfügung die Überweisung des Geldes durch die Post an den Absender zu unterbinden…
     
  10. Das schicken von Fotos sagt nichts aus:
    Manche Betrüger kopieren komplette Kleinanzeigen einschließlich Bilder irgendwo im Web. Wer also denkt „Wenn er mir ein Foto von der Ware mailt, dann hat er die auch und führt nix Böses im Schilde…“ wiegt sich trügerisch in Sicherheit! Um sicherzugehen, dass die Ware auch tatsächlich vorhanden ist, müsste man schon ein Bild von der Ware zusammen mit der aktuellen Ausgabe der Bildzeitung anfordern, oder um ein Bild aus einer ungewöhnlichen Perspektive bitten…

Was tun bei Betrugsverdacht?
 
Du hast Geld überwiesen und keine Ware erhalten? Und wenn es nur um 5 Euro geht:

Setze Dich bitte SOFORT hier mit uns in Verbindung!

Ganz egal was Dir der Absender für Begründungen liefert! In vielen Fällen gibt es für eine Verzögerung ganz plausible Erklärungen und niemand führt etwas Böses im Schilde. Für uns ist es aber wichtig, dass wir potentielle Betrüger so schnell wie möglich erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen können.

Wenn jemand tatsächlich „abzockt“, dann werden bei uns auf diese Weise recht fix mehrere Meldungen auflaufen und der Betrugsverdacht erhärtet sich. Betrüger versuchen häufig, Zeit zu gewinnen. Denn Zeit ist in solchen Fällen tatsächlich Geld. Diese Gelegenheit sollten wir Ihnen nicht geben!

Ich persönlich würde beim leisesten Verdacht sofort mit einer Anzeige drohen und diese auch erstatten, wenn sich der Verdacht erhärtet. Je mehr Anzeigen vorliegen, desto besser sind wahrscheinlich auch die Chancen, dass es für den Betrüger ein juristisches Nachspiel hat!

Wenn Anzeige erstattet wird, sollte man folgende Unterlagen mit zur Polizei nehmen:

  1. Ausweispapiere
  2. Unterlagen zum Kauf (Inserat, E-Mail-Verkehr, Mahnschreiben ...)
  3. Kontoauszug mit der betreffenden Überweisung an den Verkäufer (Empfängerkonto)

Man sollte auch bedenken:
Oftmals spekulieren Betrüger darauf, dass „wegen der paar Euro“ keiner einen Aufstand plant und zur Polizei rennt und stattdessen die Kohle einfach abschreibt. Diese Rechnung sollte nicht aufgehen… 

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Admininistrator / www.Modellbau-Kleinanzeigen.de

S. Schröder
www.prowebma.de
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